Alle Kinder in die Eisbärenschule!

Es ist soweit: am 7. Dezember wurde unter Anleitung von Zimmerermeister Jens von See und einer ganzen Schar von Fachmännern gestopft, gedämmt und isoliert. Die Eisbärenhöhle ist jetzt warm!
Die Idee kam von Bert Frisch und das Konzept ist mit Hilfe eines unabhängigen Energieberaters entwickelt worden. In Eigenarbeit wir der Energieaufwand der fast 50 jahre alten und schlecht isolierten Kiebitzschule verringert, indem die Kinder – wie die kleinen Eisbären – im Winter nur einen kleinen Teil der Schule nutzen und dieser Kernbereich der Schule »wie eine Eisbärenhöhle« isoliert wird. An der perfekten Vorbereitung arbeiteten v.a. die beiden Frischs, Oliver Elsen und Jörn Möller.

Prinzip Eisbärenhöhle

Die Klassenräume der Kiebitzscshule liegen zum Teil an Enden von langen Gängen und sind an vielen Stellen schlecht isoliert. So ist bei der Begehung innen im Gang an der Decke vor dem Verwaltungsteil z.B. eine Temperatur von -2° C gemessen worden.

Warum Eisbärenschule?
Die Eisbärenfamilien verbringen den Winter in der Höhle, eng zusammen und die ganze Familie gemeinsam. Das wird auf die Kiebitzschule übertragen, im Winter werden die Klassenräume in das Zentralgebäude verlegt. Die Aula mit den angrenzenden Räumen wird sozusagen zur Eisbärenhöhle.

Das Eisbärenkonzept hat vier Schritte:
a)Verkleinerung der zu heizenden Flächen während der Winterzeit (um ca. 55 %). Es werden für den Unterricht die Räume genutzt, die im Zentralgebäude vorhanden sind. Die weiter außen liegenden Klassenräume (blau) werden im Winter nur frostfrei gehalten und nicht genutzt.

b) Im Zentralgebäude werden mit einfachen Mitteln verschiedene Stellen isoliert bzw. Oberlichter geschlossen. Diese Arbeiten können durch die Elternschaft und die Oberndorfer Bürger übernommen werden.
c) Abtrennung der schlecht isolierten Gänge durch Türen.
d) Isolierung des Daches über dem Verwaltungsteil.
Dadurch können 50 % der Heizkosten der Schule basierend auf der Bruttoheizfläche eingespart werden.

Energieeffizente Nutzung der Sporthalle:
Weiterhin können 40 % der anteilgen Heizkosten für die Sporthalle durch eine auf 4 Tage pro Woche konzentrierte Nutzung und besser gesteuerte Heizzeiten und Temperaturregulierung eingespart werden.
Bisher erfolgt die Nutzung an 7 Tagen pro Woche.

Die Samtgemeinde trägt die Materialkosten

Am 27. 11. 2013. hat die Samtgemeinde Am Dobrock grünes Licht gegeben: Die nötigen Baumaßnahmen durften durchgeführt werden. Damit trägt die Samtgemeinde lediglich die Kosten für das Isoliermaterial. Bereits für diesen Winter wird mit einer Energiekosten-Einsparung von mehr als 10.000 Euro gerechnet.

Fast 40 Freiwillige trafen sich am 7.12. um 8 Uhr in der Schule. Isoliert und abgedichtet wurden Wandelemente und einfachverglaste Fenster. Zwei Wände und Türen wurden eingezogen, die den »Eisbärenschulbereich« von der »Sommerschule« trennen. Heizungen wurden mit einer isolierenden und reflektierenden Folie hinterklebt. Viele relativ einfache Maßnahmen mit großer Wirkung.
Perfekt versorgt vom leckeren Frühstück über ein tolles Mittagessen bis zu Kaffee + Kuchen konnten alle geplanten Arbeiten an einem Tag erledigt werden.

Wir freuen uns alle über eine warme Schule.
Es war ein toller Tag!

Großer Dank an alle Helfer_innen!

Fa. Frank Meyer und die Helfer: Sibyll Amthor; Dieter Bange; Günther Behrens; Caspar Bingemer; Johanna Carroll; Julia Carroll; Kerstin Elsen; Oliver Elsen; Axel Fontara; Bert Frisch; Marlene Frisch; Udo Gertz; Eibevon Glasow; Marita Gramm; Tilo Homuth; Bodo Just; Silke Katt; Dieter Köpke; Inge Köpke; Jasmin Lampio; Lars Medenwald; Klaus Meyer; Rolf Meyer; Christiane Möller; Claudia Möller-Lemke, Jörn Möller; Sven Münch; Eva Pelz; Petra Reese; Birgit Säland; Harald Säland; Barbara Schubert; Jens von See; Daniel Seebeck; Karin Seebörger; Bernd Sommer; Achim Tamm; Annegret Tiedemann

Fotos: Jochen Bölsche ostemarsch.de