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Terminkalender

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  • 25. Februar 2017

    Konzert: Jan & Tini

    Zeit: 20:00 Uhr
    Ort: Kombüse 53° Nord
    Veranstalter: Kombüse 53° Nord
  • 25. Februar 2017

    Oldies-Night

    Zeit: 20:00 Uhr
    Ort: Großenwördener Hof
    Veranstalter: Großenwördener Hof
  • 02. März 2017

    Wiedereröffnung Heimatmuseum Neuhaus

    Zeit: 11:00 Uhr
    Ort: Heimatmuseum, am Schleusenplatz, Neuhaus
    Veranstalter: Heimatmuseum Neuhaus
  • 02. März 2017

    Film: Sufragette - Taten statt Worte

    Zeit: 20:00 Uhr
    Ort: Stadtscheune Otterndorf
    Veranstalter: Kino Lichtblick
  • 04. März 2017

    Näh-Café

    Zeit: 14:00 Uhr
    Ort: Kombüse 53° Nord
    Veranstalter: Kombüse 53° Nord
  • 05. März 2017

    Sonntagskinder

    Zeit: 16:00 Uhr
    Ort: Kombüse 53° Nord
    Veranstalter: Kombüse 53° Nord
  • 05. März 2017

    Forum

    Zeit: 19:00 Uhr
    Ort: Kombüse 53° Nord
    Veranstalter: Kombüse 53° Nord
  • 15. März 2017

    JamSession

    Zeit: 18:00 Uhr
    Ort: Kombüse 53° Nord
    Veranstalter: Kombüse 53° Nord
  • 18. März 2017

    Literatur & Musik op platt

    Zeit: 19:00 Uhr
    Ort: Kombüse 53° Nord
    Veranstalter: Kombüse 53° Nord
  • 18. März 2017

    Konzert: Heinz Rudolf Kunze

    Zeit: 20:00 Uhr
    Ort: Sporthalle Drochersen
    Veranstalter: Gewerbeverein Drochtersen
  • 02. April 2017

    Tag der Oste 2017

    Zeit: 00:00 Uhr
    Ort: MarC5, Cadenberge
    Veranstalter: AG Osteland
  • 20. April 2017

    Film: Die Schüler der Mme Anne

    Zeit: 20:00 Uhr
    Ort: Stadtscheune Otterndorf
    Veranstalter: Kino Lichtblick
  • 05. Mai 2017

    Ausstellung: Dietrich Rusch

    Zeit: 00:00 Uhr
    Ort: Heimatmuseum Osten
    Veranstalter: Heimatverein Osten
  • 25. Juni 2017

    Kunsthandwerkermarkt Bachmann-Museum

    Zeit: 00:00 Uhr
    Ort: Bachmann-Museum Bremervörde
    Veranstalter: Bachmann-Museum Bremervörde

Von Bananenbäumen träumen

Die Hamburger Regisseurin Antje Hubert (Das Ding am Deich) drehte drei Jahre lang einen abendfüllenden Dokumentarfilm über neue gesellschaftliche Entwicklungen in Oberndorf. Der Film mit dem Titel »Von Bananenbäumen träumen« kommt im Frühjahr 2017 in die Kinos.

Der Film erzählt die Geschichte einer Gruppe von Dorfbewohnern in der Marsch, die das Schicksal ihres von Schulschließung und finanziellen Nöten gebeutelten Ortes selbst in die Hand nehmen will. Mit kühnen Plänen und einer Aktiengesellschaft stemmen sie sich gegen den drohenden Niedergang. Ihr Geschäftsmodell basiert auf Gülle, afrikanischen Welsen und: Bananenbäumen!

Ideen und Taten

Vor dem Hintergrund anhaltender Landflucht in ganz Europa erzählt die Filmemacherin Antje Hubert von einer kleinen, aber wachsenden Dorfbewegung aus Einheimischen und Zugereisten, Erwachsenen und Kindern in Norddeutschland.

Antje Hubert gelingt es, sowohl die aktiven Dorfbewohner als Kollektiv zu portraitieren, als auch jedem Einzelnen Raum zu geben, um über die eigene Motivation und die persönlichen Freuden und Ängste im Verlauf des Projekts zu sprechen. Das Ergebnis ist ein warmherziger Film, dessen positive Aufbruchsstimmung gleichermaßen inspirierend und berührend ist.

Filmfestivals in Lübeck und Braunschweig

Filmverleih imFilm
Festival-Premieren
am 5.11. bei den Nordischen Filmtagen Lübeck
am 13.11. beim Internationalen Filmfest Braunschweig in der Reihe Green Horizons

Oberndorfer Filmpremiere am 4.12. in der Aula der Kiebitzschule
LEIDER AUSVERKAUFT
Kinostart Frühjahr 2017

Foto oben: Jochen Bölsche

Interview mit der Filmemacherin Antje Hubert

Zitat aus dem Braunschweiger Stadtmagazin bs-live. Antje Hubert im Gespräch mit Stefan Verra und Michael Martin

… Sie haben die Dorfbewohner drei Jahre lang filmisch begleitet. Das ist eine lange Zeit. Wie muss man sich das Ganze vorstellen?
Ich bin zuerst allein, dann mit dem Kameramann Andreas Stonawski immer wieder im Dorf zu Besuch gewesen. Irgendwann war es für die Leute selbstverständlich, dass wir da waren. So sind wir quasi zum Teil des Projektes geworden. Mit der Editorin Magdolna Rokob habe ich schon relativ früh angefangen, das Material zu sortieren und zu kleinen Geschichten zu formieren, die dann immer weiter gewachsen sind.

Wie sind Sie auf das Projekt aufmerksam geworden?
Im Dorfkino wurde einer meiner Filme gezeigt – Ich liebe diese improvisierte Art von Kino sehr. An diesem Abend kamen viele spannende Leute zusammen und fingen an, von ihrem Dorf zu erzählen. Da habe ich den Faden zu meiner Erzählung aufgenommen.

Was hat Sie besonders an dem Projekt interessiert?
Am Anfang: Die Idee, mit einer privaten Aktiengesellschaft soziale Prozesse zu organisieren, für die eigentlich die öffentliche Hand zuständig sein sollte. Und dann immer mehr die verschiedenen Charaktere, die diese Idee mitgetragen haben, und die dieses außergewöhnliche Dorf so lebendig machen.

Gab es einen Augenblick beim Dreh, der Sie besonders berührt hat?
Immer wieder: Der Enthusiasmus der Dorfbewohner und ihre Fähigkeit zu träumen Ganz besonders: der Kampf um die Grundschule im Dorf und die Aktivitäten, die die Kinder plötzlich parallel zu den Erwachsenen entwickelt haben.

Worin bestand für Sie die größte Herausforderung als Regisseurin?
Wie erzählt man eine Geschichte mit sehr vielen „Helden“? Und was passiert, wenn das Projekt scheitert? Ich wollte einen optimistischen und Mut machenden Film erzählen, doch als Dokumentarfilmerin kann ich den Fortgang meiner Geschichte ja nicht beeinflussen. Auch deshalb kann die Idee auf, die Träume der Dorfbewohner mit Hilfe von Animationen immer wieder präsent zu machen. Mit Rainer Ludwigs hatte ich dafür einen großartigen Zeichner und Animationsfilmer im Team. Die Filmeditorin Magdolna Rokob hat mit viel Geduld und starkem Einfühlungsvermögen dazu beigetragen, eine Erzählstruktur zu finden, die den vielen Protagonisten gerecht werden kann.

Was möchten Sie dem Zuschauer mit Ihrem Film nahebringen?
Die zunehmend dramatische Situation kleiner und abgelegener Dörfer. Die Oberndorfer könnten mit ihrem fröhlichen, weltoffenem und weitsichtigem Bürgersinn vielleicht zur Lösung wichtiger Fragen beitragen. Und ganz nebenbei: die Liebe zum (Dorf-)Kino.

„Von Bananenbäumen träumen“ ist ein Dokumentarfilm und kein Kinoblockbuster. Wie finanziert sich ein solcher Film? Ist es schwierig, einen Investor zu finden?
Fast alle Dokumentarfilmer haben es extrem schwer, ihre Filme zu finanzieren. Zum Glück gibt es Filmförderungen wie in meinem Fall die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH und die nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen / Bremen mbH. Etwa ein Drittel der Produktionskosten allerdings wurden vom Team durch Eigenmittel und Honorarrückstellungen erbracht.

Sind die „Bananenbäume“ mit dem Film für Sie abgeschlossen? Oder werden Sie hin und wieder einen Blick nach Oberndorf werfen?
Die weitere Entwicklung in Oberndorf bleibt auf jeden Fall spannend!

Was bedeutet das Thema „Film“ für Sie persönlich und können Sie sich ein Leben ohne Filme vorstellen?
Wahnsinnig viel Arbeit für wenig Geld und das große Glück zu erleben, wie aus einer Idee und dem Zusammenwirken von einem guten Team ein neues Werk entsteht. Und beim Dokumentarfilm gibt es dank einer komplexen Realität so viele Überraschungen, auf die ich auf gar keinen Fall verzichten möchte.

Was ist Ihr nächstes Projekt?
Der Film soll im Frühjahr 2017 bundesweit in den Kinos laufen, bis dahin haben wir noch viel zu tun und dann weiß ich vermutlich auch, welches Projekt das nächste sein wird!