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Aktion Roter Punkt - Ich nehm dich mit

Das Logo der Aktion der „Roter Punkt – Ich nehm dich mit“, der als Aufkleber auf Windschutzscheiben von Privatautos angebracht wird, soll den alternativen Verkehr ermöglichen.
Menschen im Auto mit Rotem Punkt nehmen Menschen zu ihren Zielen mit. Menschen, die Autos mit Rotem Punkt sehen, wissen, dass sie mitgenommen werden, wenn sie sich zu erkennen geben.
Organisiert werden soll die Umsetzung der Rote-Punkt-Aktion durch dezentrale Selbstorganisation in den Gemeinden. Je mehr mitmachen, um so mehr steigt die Chance der Mitnahme in einem kurzen Zeitraum. Bei 11.800 Einwohnern in der Samtgemeinde Am Dobrock fahren statistisch etwa 6.150 Autos durch die Gemeinde, etwa 20% würden für eine gute Erfolgsquote zu Beginn ausreichen.

Nächste Schritte

Stufe 1: Startaktionen
für einen erfolgreichen Start, um die Punkte zu verteilen
Gemeinden verteilen Rote Punkte, Gestaltung und Vorlagen werden zur Verfügung gestellt
Flyer mit dem ‘Roten Punkt’ zum selber ausdrucken. Lose gefaltet ins Auto legen
Lokale Tageszeitungen druckten sie zum Ausschneiden ab. PR Aktion

Es geht darum in kurzer Zeit bei den Menschen eine breite Solidarisierung zum gemeinsamen Ziel der alternativen Mobilität zu erzeugen.

Stufe 2: Die rote Bank
Wenn nach kurzer Zeit viele Rote Punkte durch die Gemeinden fahren stellt sich die Frage, wie Fahrer am einfachsten erkennen können, dass Menschen mitgenommen werden möchten. Die Rote Bank soll gut sichtbar an strategischen Knotenpunkten wie Bahnhöfen, Gemeindezentren oder viel frequentierten Wegkreuzungen aufgestellt oder vorhandene Bänke rot gestrichen und überarbeitet werden. Menschen, die auf dieser Bank platz nehmen, werden automatisch vom Fahrer als potentielle Mitnahmeinteressierte identifiziert. Eine weitere Beschilderung z.B. mit Schildern „Autofahrer, die mitnehmen wollen, bitte rechts ran!“ können folgen.

Die ersten roten Bänke werden zum Test an der Kombüse 53 Grad / Nord in Oberndorf und am Bahnhof Wingst aufgestellt. Rechtliche
Rahmenbedingungen werden derzeit geprüft.

Weitere Infos

Mobilitätsgruppe Roter Punkt – Ich nehm dich mit

Gestaltung Vorlagen zum Nachdruck
Barbara Schubert schubert@oostwind.de

Koordination / Vernetzung
Markus Haastert m.haastert@blueeconomysolutions.de

Pressearbeit
Bert Frisch heimkehr-hamburg@t-online.de

Hintergrund

In den Jahren 1968-1971 gab es in vielen deutschen Städten die Rote-Punkt-Aktion als Reaktion auf teilweise massive Fahrpreiserhöhungen. Im öffentlichen Nahverkehr entstand ein alternativer, selbstorganisierter Nahverkehr aus Privatautos.

Historisch machte die Aktion im Juni 1969 in Hannover bundesweit Schlagzeilen. Initiiert war sie von Studenten- und Schülerorganisationen. Hier beteiligten sich große Bevölkerungsteile an der Aktion, zeitweise soll jedes zweite Auto einen roten Punkt geführt haben.

Und Heute?

Heute geht es darum, die Mobilität im ländlichen Raum wieder zu steigern. Die Aktion Roter Punkt steht dabei für einen anderen, weitgehend selbstorganisierten öffentlichen Nahverkehr, um den Rückgang der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur ein kleines Stück zu kompensieren.
Ziel muss es also sein, den „Roten Punkt – Ich nehm dich mit“ möglichst breit zu verteilen.
Zum Test und zum Start werden 100 Klebepunkte zur Verfügung gestellt und können in der Kombüse 53 Grad Nord abgeholt werden

Presse

Bericht NEZ 21. Juni 2016
Foto Wiebke Kramp